PERIMETERSCHUTZ
Kontinuierliche faseroptische Perimeterüberwachung für kritische Infrastrukturen, Industrieanlagen, abgelegene Standorte und besonders schutzbedürftige Grenzen.
Durchgängige Lageerfassung entlang des geschützten Perimeters
Kritische Einrichtungen – von Industrie- und Energieanlagen über Rechenzentren, Flughäfen und Bergwerke bis hin zu Hochsicherheitsstandorten – benötigen eine wirksame Perimeterschutzstrategie.
Zäune, Kameras, Radar, Infrarotbarrieren und punktuelle Sensoren bleiben wichtige Bestandteile der physischen Sicherheit. Lange Grenzverläufe, abgelegenes Gelände, eingeschränkte Sicht und Umwelteinflüsse erschweren jedoch eine lückenlose Überwachung.
Distributed Acoustic Sensing (DAS) ergänzt den Schutz um eine kontinuierliche, verteilte Sensorschicht. FOTAS DAS unterstützt die Echtzeiterkennung, Lokalisierung und Klassifizierung physischer Einwirkungen auf das faseroptische Sensorkabel.
DAS-Perimeterschutz auf einen Blick
Bildunterschrift: FOTAS DAS Interrogator und passiver faseroptischer Sensorverlauf entlang des geschützten Perimeters.
Die Glasfaser als verteilter Vibrationssensor
Distributed Acoustic Sensing verwandelt eine geeignete Glasfaser in einen kontinuierlichen Vibrations- und Akustiksensor. Ein DAS-Interrogator sendet Laserpulse durch die Faser und analysiert die kohärente Rayleigh-Rückstreuung. Vibrationen verändern das zurückkehrende optische Signal, sodass Störungen entlang der überwachten Strecke erkannt und lokalisiert werden können.
Am Zaun montierte Sensorik
Das Sensorkabel wird an der physischen Barriere befestigt, um Klettern, Schneiden, Anheben und Manipulationsversuche zu überwachen.
Unterirdische Detektion
Ein eingegrabener Sensorverlauf kann Schritte, Fahrzeugbewegungen, Grabungsarbeiten und weitere Bodenstörungen erfassen.
Überwachung von Sicherheitskorridoren
Die Faser kann entlang eines Schutz- oder Pufferkorridors verlegt werden, um ausgedehnte Grenzbereiche verteilt zu überwachen.
Hybride Installation
Am Zaun montierte und unterirdisch verlegte Sensorstrecken lassen sich als Teil eines mehrschichtigen Perimeterschutzkonzepts kombinieren.
Die Installationsmethode ist anhand der Barriere, Bodenverhältnisse, zu erwartenden Aktivitäten, Umwelteinflüsse, Kabelkonstruktion und gewünschten Detektionsstrategie auszuwählen.
Überwachung physischer Aktivitäten am Perimeter
Abhängig von Installation und Ereignisklassifizierung können unter anderem folgende Aktivitäten erkannt werden:
- Annäherung von Personen an den Perimeter
- Fußverkehr entlang eines geschützten Korridors
- Fahrzeugbewegungen und Vibrationen
- Klettern, Schneiden oder Anheben eines Zauns
- Manipulation physischer Barrieren
- Grabungs- und Aushubarbeiten
- Tunnelbauversuche
- Bodenstörungen in der Nähe geschützter Bereiche
Erfasste Vibrations- und Akustiksignaturen können konfigurierten Ereigniskategorien zugeordnet werden und unterstützen so die Bewertung und Reaktion durch das Betriebspersonal.
Bildunterschrift: Erkennung von Aktivitäten am Flughafenperimeter entlang der faseroptischen Sensorstrecke.
Komplexe Standortbedingungen
Straßenverkehr, Maschinen, Wind, Regen, Tiere, Wartungsarbeiten oder benachbarte Betriebsprozesse können zusätzliche Vibrationen erzeugen.
Konfigurierte Ereigniskategorien
Ereignisanalysen können dabei helfen, menschliche Aktivitäten, Fahrzeugbewegungen, Grabungen, Umwelteinflüsse und weitere konfigurierte Kategorien voneinander zu unterscheiden.
Verifikation durch das Betriebspersonal
Eine geeignete Klassifizierung kann unerwünschte Alarme reduzieren und relevantere Informationen für Verifikation und Reaktion bereitstellen. Die Leistung hängt von Kabelinstallation, Standortbedingungen, Ereignissignaturen, Systemkonfiguration und Klassifizierungsabstimmung ab.
Perimeterschutz in kritischen Sektoren
FOTAS DAS kann an unterschiedliche Geländeformen, Standortlayouts und Sicherheitsanforderungen angepasst werden.
Energie und Versorgung
Kraftwerke, Umspannwerke und Energieinfrastruktur.
Rechenzentren
Rechenzentren, Telekommunikationsanlagen und Netzwerkknoten.
Verkehr
Flughäfen, Seehäfen und Verkehrsanlagen.
Öl und Gas
Raffinerien, Verarbeitungsanlagen und abgelegene Energiestandorte.
Industrieanlagen
Fabriken, Lager- und Logistikflächen.
Bergbau und erneuerbare Energien
Bergwerke, Solarparks und abgelegene Erzeugungsanlagen.
Behörden und Verteidigung
Militärische, behördliche und besonders gesicherte Einrichtungen.
Justizvollzugsanstalten
Gefängnisse und Anlagen mit kontrolliertem Zugang.
Grenzen und Korridore
Staatsgrenzen und abgelegene Sicherheitskorridore.
FOTAS Projekterfahrung
FOTAS Technologien wurden in Perimeterschutzprojekten in unterschiedlichen Regionen und Betriebsumgebungen eingesetzt. Referenzanwendungen umfassen den Çamlıca Fernsehturm in Istanbul, die Goldmine Tasiast in Mauretanien, Solaranlagen in Brasilien und Hochsicherheitsgefängnisse in Mexiko.
Diese Projekte liefern praktische Erfahrung mit urbanen, industriellen, bergbaulichen, erneuerbaren und abgelegenen Umgebungen sowie mit unterschiedlichen Perimetergeometrien, Geländeformen und Integrationsanforderungen.
Bestandteil einer mehrschichtigen Sicherheitsarchitektur
Ein typisches DAS-Perimeterschutzsystem verbindet verteilte Sensorik, Ereignisanalyse, Alarmmanagement und Schnittstellen zur vorhandenen Sicherheitsinfrastruktur.
Systemkomponenten
- Faseroptisches Sensorkabel
- DAS-Interrogator
- Software zur Ereignisanalyse
- Alarmmanagement und Visualisierung
Integrationsplattformen
- CCTV- und Videomanagementsysteme
- Zutrittskontrollsysteme
- GIS- und Sicherheitsmanagementplattformen
- SCADA- sowie Leit- und Führungssysteme
Unterstützte Abläufe
- Alarmerzeugung
- Kameraaufschaltung
- Ereignisvisualisierung und -aufzeichnung
- Benachrichtigung und Eskalation
Automatisierte Reaktionen sind entsprechend dem freigegebenen Sicherheitskonzept, der Systemarchitektur und den Betriebsabläufen des Standorts zu definieren.
Verteilte Sensorik für mehrschichtigen Perimeterschutz
Kontinuierliche verteilte Überwachung
Überwachung physischer Aktivitäten entlang der gesamten installierten Sensorstrecke statt nur an einzelnen Sensorpunkten.
Echtzeiterkennung und Lokalisierung
Bestimmung des Störungsortes entlang des Perimeters für eine schnellere, gezielte Reaktion.
Konfigurierbare Ereignisklassifizierung
Zuordnung erkannter Signaturen zu standortspezifisch konfigurierten Ereigniskategorien.
Zaunmontierte und unterirdische Installation
Auswahl einer zaunmontierten, unterirdischen oder hybriden Sensorstrecke passend zu Barriere und Gelände.
Passives Sensorelement im Feld
Das Sensorkabel benötigt entlang des geschützten Bereichs keine elektrische Versorgung und keine aktiven elektronischen Sensoren. Interrogator, Server, Kommunikations- und Analysekomponenten bleiben aktive Systembestandteile und benötigen geeignete Energieversorgung und Schutzmaßnahmen.
Integration in die Sicherheitsarchitektur
Detektionsinformationen können an CCTV-, Zutrittskontroll- sowie Leit- und Führungssysteme übergeben werden.
Anforderungen an den Perimeterschutz besprechen
Gemeinsam mit dem FOTAS Engineering-Team lassen sich Kabelverlegung, Detektionszonen, Ereigniskategorien und die Integration in vorhandene Sicherheitssysteme bewerten.

























