ZUSTANDSÜBERWACHUNG

Verteilte Temperaturdaten werden zu thermischen Profilen, Trends und Positionsinformationen für Anlagenintegrität und Instandhaltungsplanung.

Temperaturinformationen für die Anlagenbewertung

Elektrische Last, mechanische Reibung, Kühlprobleme, Isolationsalterung und Prozessänderungen können das thermische Verhalten kritischer Anlagen verändern.

Die faseroptische Zustandsüberwachung nutzt Distributed Temperature Sensing (DTS), um entlang eines installierten Sensorkabels ein Temperaturprofil zu erzeugen. FOTAS INTEGRITY nutzt diese verteilten Daten zur Unterstützung von Anlagenintegrität, Instandhaltungsplanung und betrieblicher Bewertung.

Aktuelle Messwerte können zusammen mit historischen Trends, Betriebsbereichen, Anlagenlast und zonenspezifischen Kriterien ausgewertet werden. So lassen sich prüfbedürftige Abschnitte eingrenzen, ohne ausschließlich auf einzelne Temperaturmesspunkte angewiesen zu sein.

Von der verteilten Messung zum thermischen Trend

Der Nutzen der Zustandsüberwachung entsteht durch die Beobachtung, wie sich Temperaturen entlang der Anlage und im Zeitverlauf entwickeln.

Messen

Der DTS-Interrogator sendet Laserpulse durch die Faser und berechnet anhand der Raman-Rückstreuung die Temperatur an definierten Positionen.

Profil erstellen

Die Temperaturdaten werden als Längsprofil dargestellt und in praktische Überwachungszonen aufgeteilt.

Vergleichen

Aktuelle Zustände lassen sich mit historischen Trends, betrieblichen Referenzwerten und konfigurierten Alarmkriterien vergleichen.

Untersuchen

Positions- und Trendinformationen helfen Instandhaltungsteams, die Prüfung auf den relevanten Anlagenabschnitt zu konzentrieren.

Thermische Überwachung kritischer Anlagen

Überwachte AnlageRelevante thermische ZuständeBeitrag der Überwachung
EnergiekabelLastbedingte Erwärmung, Verbindungen, Endverschlüsse, Isolationszustand und UmwelteinflüsseThermische Profile, Hotspot-Untersuchung, Instandhaltungsplanung und Unterstützung der Kabelbelastbarkeitsbewertung
FörderanlagenErwärmung von Rollen und Lagern, Bandreibung, Fehlausrichtung, Antriebszustände und MaterialansammlungenStreckenbezogene Überwachung ausgedehnter Förderabschnitte und ausgewählter Komponenten
Sammelschienen und SchaltanlagenUngewöhnliche Erwärmung an Anschlüssen, Verbindungen und HochstromkomponentenIdentifikation und Lokalisierung prüfbedürftiger Abschnitte
Maschinen und ProzessanlagenTemperaturänderungen an Motoren, Kompressoren, Lagern, Hydraulik und ProduktionsanlagenTrendvergleich, sofern die Kabelverlegung eine geeignete thermische Ankopplung ermöglicht
Lager und LogistikFördertechnik, Ladebereiche, Kühllager, Automatisierung und elektrische LeitungswegeZonenbasierte Profile und Erkennung lokaler Temperaturabweichungen
Batterie- und EnergiesystemeTemperaturverteilung an Racks, Leistungsschnittstellen, Kabelanschlüssen und KühlpfadenUnabhängiges thermisches Profil zur Untersuchung lokaler Wärmeentwicklung oder ungleichmäßiger Kühlung

Thermische Profile entlang von Hochstrominfrastruktur

Die Temperatur ist ein wichtiger Betriebsparameter für Energiekabel, Verbindungen, Endverschlüsse und weitere Hochstromkontakte. Last, Bodenbedingungen, Kühlleistung, Installationsart und Alterung beeinflussen die Wärmeabfuhr.

DTS kann an unterirdischen und subsea verlegten Kabeln, in Kabeltunneln, Trassen und Kanälen sowie an Sammelschienen, Schaltanlagen, Transformatoranschlüssen, Umspannwerken und USV-Systemen eingesetzt werden.

  • Lastabhängige Temperaturprofile
  • Überwachung von Verbindungen und Endverschlüssen
  • Hotspot-Untersuchung
  • Historische Trendanalyse
  • Instandhaltungs- und Lebensdauerbewertung

DTS-Daten können außerdem Real-Time Thermal Rating oder Dynamic Cable Rating unterstützen, wenn sie mit den erforderlichen elektrischen, umweltbezogenen und ingenieurtechnischen Modellen kombiniert werden.

Überwachung langer Strecken und ausgewählter Komponenten

Förderanlagen arbeiten häufig in staubigen, feuchten, vibrationsintensiven oder schwer zugänglichen Bereichen. Ungewöhnliche Wärme kann an Rollen, Lagern, Umlenkungen, Antrieben, Reibstellen, bei Bandfehlausrichtung oder Materialansammlungen entstehen.

Das Sensorkabel kann entlang der Tragseite, des Rücklaufs, der Stützstruktur oder ausgewählter Rollen und Antriebsstationen geführt werden. Die Verlegung muss eine ausreichende thermische Exposition bieten und gleichzeitig Abrieb, Quetschung und mechanische Beschädigung begrenzen.

In Produktions- und Prozessanlagen lässt sich das gleiche Prinzip an ausgewählten Motoren, Kompressoren, Hydrauliksystemen, Produktionsmaschinen, elektrischen Anlagen und Versorgungskorridoren anwenden.

Unterschiedliche thermische Betriebsprofile überwachen

Nicht nur Überhitzung ist relevant. Auch Kühlleistung und lokale Temperaturabweichungen können wichtige Hinweise liefern.

Lager und Logistik

DTS kann die Überwachung von Förder- und Sortieranlagen, Ladebereichen, Kabelwegen sowie ausgewählter Dach- und Versorgungsinfrastruktur unterstützen.

Kühllager

Verteilte Temperaturprofile helfen, lokale Abweichungen zu erkennen und die Kühlleistung in überwachten Zonen zu bewerten.

Batterieanlagen

Das Sensorkabel kann um Racks, Energieanschlüsse, Gehäuse und Kühlpfade verlegt werden und eine zusätzliche thermische Sicht auf die Installation bereitstellen.

Thermische Informationen mit Betriebsprozessen verbinden

FOTAS INTEGRITY kann thermische Profile, historische Trends, Überwachungszonen, Ereignisinformationen und Anlagenpositionen an verbundene Betriebsplattformen übergeben. Instandhaltungsentscheidungen verbinden DTS-Daten mit Anlagenlimits, Prozessdaten, elektrischer Last und ergänzenden Diagnoseverfahren.

Aussagekräftige Daten beginnen mit einer geeigneten Installation

Kabelauswahl, Verlegung, thermische Ankopplung, Zonierung und Inbetriebnahme müssen zum überwachten Asset und seinem erwarteten thermischen Verhalten passen.

Plattform für faseroptische Zustandsüberwachung

FOTAS INTEGRITY ist eine Distributed-Temperature-Sensing-Plattform für kontinuierliche Zustandsüberwachung und Anlagenintegrität.

Je nach freigegebener Produktkonfiguration können folgende Funktionen verfügbar sein:

  • Verteilte Temperaturmessung
  • Thermische Profile und Visualisierung
  • Historische Trendanalyse
  • Alarme bei Trendabweichungen
  • Konfigurierbare Überwachungszonen
  • Lokalisierung von Hotspots und Ereignissen
  • Mehrkanal-Überwachungsarchitektur
  • Industrielle Kommunikationsschnittstellen

Die endgültige Konfiguration richtet sich nach der überwachten Anlage, dem erwarteten thermischen Verhalten, der Sensorkabelinstallation, den erforderlichen Schnittstellen und der verifizierten Leistung von FOTAS INTEGRITY.

Vorteile der faseroptischen Zustandsüberwachung

Kontinuierliche Anlagentransparenz

Thermische Informationen entlang der gesamten installierten Sensorstrecke statt nur an ausgewählten Messpunkten.

Trendbasierte Überwachung

Bewertung der Temperaturentwicklung über die Zeit statt ausschließlicher Nutzung fester Schwellenwerte.

Lokalisierte Informationen

Identifikation des prüfbedürftigen Abschnitts entlang ausgedehnter Anlagen.

Unterstützung der Instandhaltungsplanung

Gemessene thermische Daten helfen, Prüf- und Instandhaltungsmaßnahmen zu priorisieren.

Passives Sensorelement im Feld

Das Sensorkabel benötigt entlang der überwachten Anlage keine elektrische Versorgung.

Betriebliche Integration

Thermische Informationen können an SCADA-, Prozessleit- und Asset-Management-Systeme übergeben werden.

Anwendung zur Zustandsüberwachung besprechen

Das FOTAS Engineering-Team unterstützt bei der Bewertung von Assets, Kabelverlegung, thermischen Zonen und Systemintegration.