Pipelineüberwachung
Verteilte Temperatur- und Akustiksensorik zur Überwachung der Pipelineintegrität, zur Sicherung von Leitungskorridoren und zur Erkennung äußerer Bedrohungen.
Kontinuierliche Transparenz entlang kritischer Pipelinetrassen
Pipelines verlaufen über große Entfernungen, durch abgelegene Gebiete und ökologisch sensible Regionen. Betreiber müssen sowohl den Zustand der Leitung als auch Aktivitäten im Schutzstreifen überwachen.
Die faseroptische Pipelineüberwachung kombiniert Distributed Temperature Sensing (DTS) und Distributed Acoustic Sensing (DAS). DTS liefert verteilte Temperaturinformationen entlang der Sensorstrecke, während DAS Schwingungen und akustische Aktivitäten in der Nähe der Pipeline erfasst.

Integritäts-, Betriebs- und Sicherheitsrisiken
- Produktaustritt, unerwartete Erwärmung oder Abkühlung
- Isolationsprobleme und thermische Anomalien
- Unbefugte Erdarbeiten, Bohrungen und Fahrzeugaktivität
- Illegales Anzapfen, Vandalismus und physische Eingriffe
So überwachen DTS und DAS Pipelines
Distributed Temperature Sensing
DTS nutzt die Glasfaser als verteilten Temperatursensor. Das Auswertegerät analysiert die Raman-Rückstreuung, um Temperaturen an definierten Positionen entlang des Sensorkabels zu bestimmen.
- Lokale Temperaturänderungen
- Unerwarteter Wärmeverlust oder Wärmeeintrag
- Hotspots und Kältezonen
- Isolationsbedingte Anomalien
- Leckagebezogene Muster, sofern ein ausreichender Temperaturkontrast entsteht
Distributed Acoustic Sensing
DAS nutzt die Glasfaser als verteilten Schwingungs- und Akustiksensor. Die kohärente Rayleigh-Rückstreuung macht dynamische Dehnungsänderungen entlang der Sensorstrecke erkennbar.
- Mechanische Erdarbeiten, Grabenbau und Bohrungen
- Fahrzeug- und Personenbewegungen
- Bauaktivitäten und unerlaubtes Eindringen
- Bodenstörungen und physische Eingriffe

DTS und DAS in verschiedenen Pipelineanwendungen
| Anwendung | DTS-Aufgabe | DAS-Aufgabe |
|---|---|---|
| Gaspipelines | Kühlung oder andere thermische Anomalien unter geeigneten Betriebsbedingungen | Erdarbeiten, Bohrungen, Fahrzeuge und Eingriffe im Korridor |
| Flüssige Kohlenwasserstoffe | Leckagebedingte Temperaturänderungen bei ausreichendem Kontrast | Aktivitäten Dritter und Überwachung des Schutzstreifens |
| Wasser- und Abwassernetze | Relevante thermische oder betriebliche Anomalien | Erdarbeiten, Bau- und Fremdaktivitäten |
| Chemikalien- und Ammoniakleitungen | Messbare thermische Änderungen bei Produktaustritt oder abweichendem Betrieb | Korridorsicherheit und physische Eingriffe |
| Nah- und Fernwärme | Wärmeverlust, Isolationsleistung, Hotspots und leckagebezogene Anomalien | Erd- und Bauarbeiten in Trassennähe |
Installation und Systemintegration
Das Sensorkabel kann parallel zur Pipeline, an unterstützender Infrastruktur oder entlang des Schutzstreifens verlegt werden. Eine für thermische Reaktionen optimierte Route bietet nicht zwangsläufig dieselbe akustische Empfindlichkeit – und umgekehrt. Die Planung muss sich am primären Überwachungsziel, an plausiblen Ereignismechanismen und an verifizierten Projektanforderungen orientieren.
FOTAS-Lösungen können mit SCADA, GIS, Pipeline-Management, Leckageerkennung, Sicherheitsüberwachung und Alarmmanagement verbunden werden. Automatische Aktionen bleiben Bestandteil der freigegebenen Projektarchitektur und Betriebsverfahren.
Besprechen Sie Ihre Pipelineanwendung
Bewerten Sie Risiken, Sensorkabelverlegung, Überwachungszonen und Systemintegration gemeinsam mit dem FOTAS Engineering-Team.

























